Auslandssemester an der Technischen Universität Luleå
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Allgemeines
"Luleå Tekniska Universitetet" (LTU), so der Name in der Landessprache Schwedisch, bezeichnet sich auch gern als die nördlichste Universität Skandinaviens. Damit verbunden sind alle Vor- und Nachteile, die sich im hohen Norden ergeben. Äußerst langen Sommertagen steht die Dunkelheit im Winter gegenüber, gewöhnliche Minustemperaturen von 20 Grad muss man für eine lange Wintersportsaison in Kauf nehmen.
Der Fachbereich Mathematik/Informatik an der Uni Osnabrück pflegt eine Austauschbeziehung zur LTU, weshalb sie für ein Auslandssemster besonders in Frage kommt. An der Uni in Luleå gibt man sich wirklich die größte Mühe, den Austauschstudenten ihr Auslandssemester zu erleichtern und ihnen ein angenehmes und zufriedenstellendes Studium in Luleå zu ermöglichen. LURC, das Luleå Reception Committee bietet zudem preiswerte Ausflüge zum berühmten Wintermarkt in Jokkmokk oder zum Ice Hotel an und organisiert die "nolle period", die das Einleben entscheidend beschleunigt.
Studienangebot
Hervorragende Studienmöglichkeiten für Systemwissenschafter gibt es vor allem im Bereich Informatik, Physik, Chemie und BWL. In diesen Feldern werden zahlreiche Kurse auf Englisch angeboten, sodass es kein Problem sein dürfte, interessante Kurse zu finden, mit denen man sich zwei Viertel lang beschäftigt. Zwei Viertel? Ja, genau! In Schweden ist das Semster nochmals unterteilt, sodass sich die Kurse jeweils über ein Viertel erstrecken. Das hat den Vorteil, dass man weniger Kurse zur selben Zeit belegt und sich mit diesen intensiver beschäftigen kann. Eine umfangreiche Liste mit angebotenen Kursen in Englisch findet man hier.
Wer sein Auslandssemester für Mathekurse nutzen möchte, sollte sich vorher ausreichende Schwedischkenntnisse beibringen, denn die Angebote im Bereich Mathematik sind zwar sehr gut, werden aber weitestgehend nur auf Schwedisch angeboten. Hat man vorher noch keine Gelegenheit gehabt Schwedisch zu lernen, ist das ansonsten überhaupt kein Problem. Nahezu jeder spricht gutes Englisch, und zudem hat man hier die Möglichkeit wirklich angenehme Schwedisch-Kurse zu belegen.
Vorzüge und Schwierigkeiten im Überblick
Vorzüge |
mögliche Schwierigkeiten |
hervorragende Studienmöglichkeiten |
Ungünstige Semesteranfangszeiten |
lange Sommertage |
dunkle Wintertage |
hervorragende Wintersportmöglichkeiten |
kühle Temperaturen |
hilfsbereits Ansprechpartner, die auch eine Wohnung organisieren |
relativ teure Lebenshaltungskosten |
viele weitere Ausstauschstudenten |
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eine gemütliche Uni |
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Polarlichter |
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Fragen und Antworten
Sommer- oder Wintersemester?
Eine gute Frage! Wählt man das Sommersemester, erlebt man zunächst den recht dunklen und kalten Winter und freut sich auf die langen Sommertage. Problematisch ist, dass das Sommersemester (eigentlich spring semester) bereits Mitte Januar beginnt und man zu dieser Zeit das Wintersemester in Osnabrück noch nicht hinter sich hat, auch auf Semsterferien muss man dann verzichten. Dafür hat man einen ausgesprochen langen, freien Sommer, den man für Praktika nutzen kann oder seinen Aufenthalt in Scheden verlängert (was einem beispielsweise dadurch erleichter wird, dass man sein Zimmer in Luleå noch im Juni und Juli bewohnen darf, ohne dafür Miete zu zahlen). Befindet man sich bereits im Hauptstudium, was in der Regel der Fall ist, hat man auch weniger Probleme mit Klausuren, die man in Osnabrück nicht mehr schreiben kann. Die Dozenten erweisen sich hierbei als sehr kulant und gewähren z.B. mündliche Prüfungen.
Nutzt man das Wintersemester (autumn semester), hat man weniger Terminschwierigkeiten. Die Sommersemesterferien verkürzen sich (die Orientierungsphase beginnt in Luleå Mitte August) zugunsten der Ferien im Frühjahr (das Semster endet Mitte Januar). Auch wenn es paradox klingt, bei Wahl des Wintersemsters hat man weniger vom Winter in Luleå, was für Wintersportfans eher nachteilig sein dürfte.
Warum haben die Schweden denn so wenig Ferien?
Diese Frage kann hier auch nur unzureichend beantwortet werden. Schließlich gibt es tatsächlich keine Semesterferien zwischen autumn und spring semester, und im Sommer sind es drei Monate. Gut zu wissen ist allerdings, dass viele schwedische Studenten während des Semesters ein paar Tage länger nach Hause fahren oder Urlaub machen. Schließlich sind Kurse am Freitag eher selten, und die meisten Dozenten sehen kein Problem darin, wenn eine Sitzung verpasst wird - es sei denn, sie ist verpflichtend. Vor allem in Winter werden die Wochenenden genutzt, um mal ein paar Tage noch weiter in den Norden zum Skifahren oder Snowboarden zu fahren.
Welche Freizeitmöglichkeiten gibt es?
Falls man neben dem Studium mal etwas Zeit hat, gibt es vielfältige Möglichkeiten. Z.B. ist es empfehlenswert, STIL, dem studentischen Sportclub beizutreten. Damit kann man nicht nur an den wöchentlichen Gruppenaktivitäten (Fußball, Basketball, Volleyball, Eishockey, usw. usw.) teilnehmen, sondern auch recht günstig Skitrips oder ähnliches unternehmen.
Ansonsten gibt es Unikino, jede Menge Parties und die Möglichkeit, über ein Wochenende in den Zug zu steigen und Kiruna, Umeå oder Abisko zu erkunden. Christen finden einen äußerst netten englischsprachigen Bibelkreis.
Weitere Informationen
Wer mehr über Luleå, die dortige Uni oder andere Dinge rund ums Auslandssemester wissen möchte, wendet sich am Besten an SaschaHolzhauer, der Autor dieser Seite ist und sich gern allen möglichen und unmöglichen Fragen stellt. Zudem gibt es Information beim Auslandsamt der Uni Osnabrück, oder auch direkt bei der Uni in Luleå. Hier nun alle Links, die im Text auftauchen und noch weitere:
